Wie es mit OpenOffice.org weitergeht hängt stark von den Software-Entwicklern bei Sun Microsystems ab.
19. September 2006
Auf der OOoCon 2006, die vom 11. bis 13. September in Lyon statt fand, gab Michael Bemmer, Leiter des StarOffice/OpenOffice.org Entwickler-Teams bei Sun Microsystems in Hamburg, eine Erklärung ab:
Er wolle Gerüchten um Sun Microsystems und dem Hamburger Entwickler-Team entgegentreten. Das Entwickler-Team hätte einen festen Platz bei Sun Microsystems - es sei sicher und wohlbehalten im Konzern eingebunden. Das Hamburger Team sei nicht von Entlassungen betroffen (siehe Artikel unten) - im Gegenteil: mit Höchstgeschwindigkeit gehe es mit der Arbeit an OpenOffice.org weiter. Nach einer USA-Reise, bei er das Management seines Unternehmens traf, habe er diese Gewissheit. Auch sei er zusammen mit ca. 20 seiner Team-Mitglieder auf der OOoCon präsent, was das Engagement von Sun Microsystems belege.
Der komplette Vortrag, den erst Marketing-Mitarbeiter halten sollten und dann aber vom Software Engineering Director selbst übernommen wurde, ist im Internet veröffentlicht. Die Themen waren Community Bulding und Improvements/Features.
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9. Juli 2006
Sun Microsystems entlässt in Deutschland rund 130 Mitarbeiter - weltweit werden 4000 bis 5000 Stellen im nächsten halben Jahr wegfallen. Ob davon auch die Entwicklungsabteilung von StarOffice in Hamburg betroffen ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Da Sun Microsystems rote Zahlen schreibt, bleibt abzuwarten wie es mit OpenOffice.org (StarOffice basiert auf OOo und Sun Microsystems hält das Copyright) weitergeht.
Grundsätzlich gibt es wohl drei Möglichkeiten, wie die Zukunft von OpenOffice.org aussehen könnte:
Wann Sun Microsystems die anstehenden Veränderungen rund um seine Office-Division initiieren wird und wie diese dann konkret aussehen, ist derzeit offen. Lange wird es jedoch wohl nicht dauern. So wurde das Thema "Foundations" bereits im November 2005 im OOo-Projekt diskutiert, wobei sich auch der Vorsitzende des OpenOffice.org Deutschland e.V. vorrausschauend dazu geäußert hatte.
Wir sprachen auf der diesjährigen GNOME Entwickler-Konferenz GUADEC in Barcelona mit einigen Insidern. Übereinstimmend sind sich alle Experten einig, dass OpenOffice.org weltweit das zweitwichtigste Open Source Programm ist - direkt nach dem Internet-Browser Mozilla Firefox. Mit der gemeinsamen Initiative von IBM, Sun Microsystems und weiteren Unternehmen für ein frei zugängliches und ISO-standardisiertes Dokumentenformat ist ein entscheidender Schritt zum Überwinden des Microsoft-Monopols im Office-Bereich gelungen.
Als nächste Herausforderung steht wohl das Thema EB-XML im Raum. Mit einem offenen und standardisierten XML-Schema für das Electronic Business (EB) könnte OpenOffice.org zur Standard-Plattform im Geschäftsleben heranreifen. Der Grund: Mit OOo können Formulare mit xForms und PDF erstellt und ausgetauscht werden.
Vor Ort auf der GUADEC war Thomas.
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